Die 6 Kategorien der Facilitationsarten von John Heron

Was ist das Facilitationsarten-Modell?

Das Facilitationsarten-Rahmenwerk von John Heron unterscheidet 6 Kategorien, um eine Reihe von vorhandenen therapeutischen Interaktionen zwischen einem Klienten und dem Coach zu analysieren. Heron definiert die Intervention als einen identifizierbaren Teil von verbalem und/oder nonverbalem Verhalten, der zum Service eines Coaches an seinen Klienten gehört.

Ursprung des Facilitationsarten-Rahmenwerks

John Heron (*1928) ist ein Pionier in der Kreation einer mitwirkenden Forschungsmethode in den Sozialwissenschaften. Heron ist bekannt für seine Arbeit über Interventionsarten.

Ein frühes Modell (1975) von Heron wurde Six Category Intervention Analysis oder auch Six Facilitative Interventions genannt und setzte sich aus 6 Facilitationsarten in zwei Hauptkategorien zusammen:

  1. Autoritative Interventionen. Der Moderator nimmt eine dominierendere oder bestimmendere Rolle an, indem er Verantwortung für und im Namen des Klienten übernimmt.
    1. Verordnende Intervention. Führt den Klienten durch das Geben von Ratschlägen und Anweisungen.
    2. Informative Intervention. Versucht dem Klienten Wissen, Informationen und Bedeutung durch das Geben von Anweisungen zu vermitteln.
    3. Konfrontierende Intervention. Hinterfragt das Verhalten oder die Haltung des Klienten durch direktes Feedback.
  2. Facilitative Interventionen. Der Moderator versucht den Klienten zu ermöglichen, autonomer zu werden und mehr Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
    1. Reinigende Intervention. Hilft dem Klienten beim Ausdrücken und Überwinden von emotionalen Gedanken oder Gefühlen. Empfindet dem Klienten nach.
    2. Katalytische Intervention. Hilft dem Klienten beim Reflektieren, Entdecken und Lernen. Stellt Fragen.
    3. Unterstützende Intervention. Baut das Vertrauen von Klienten auf. Lobt, schätzt und unterstützt den Klienten.

Später verfeinert Heron sein Modell in 6 Dimensionen und 3 Entscheidungsmodi und nennt es: das Facilitationsarten-Modell.

Gebrauch der Facilitationsarten. Anwendungen

  • Lernen, unterrichten, Knowledge Management
  • Coaching, Mentoring, Mediation, Consulting

Stärken des Facilitationsarten-Modells. Nutzen

  • Schafft Bewußtsein über vorhandene und mögliche Arten zu helfen.
  • Rahmenwerk, um Unterrichts- und Beratungsarten zu kommunizieren und zu diskutieren.
  • Kann sowohl auf Individual- als auch auf Gruppenebene angewendet werden.

Einschränkungen des Facilitationsarten-Rahmenwerks. Nachteile

  • Um die Facilitationsart in autonome Formen verändern zu können, sind Änderungen im Verhalten, in den Werten und in den Fähigkeiten notwendig.
  • Vom Lektor zum Facilitator, vom Experten zum Mentor, von Kontrolle zu Risiko, von Struktur zu Unklarheit.
  • Nicht alle Personen sind für fortgeschrittene Arten von Hilfe bereit. „Ich brauche Sie nur, um mir zu sagen, was ich jetzt tun soll“.

Generalisierung

In manchen Bereichen nennt man es auch einfach Faselindikator. Sowohl im Beruf als auch im privaten Bereich werden gerne einmal diese Generalisierungen in das Gespräch eingebracht um „Dinge“ etwas unpräzise und ungenau auszudrücken. Hierbei können Sie unterschiedliche Arten nutzen um ihre Generalisierung geschickt zu platzieren… [Read more...]

Notwendige Freiheiten eines Coaches

Voraussetzung für eine vernüftigen und klientenbezogenen Veränderungsprozess im Coaching ist die Realisierung grundlegender Freiheiten des Coaches.

Beim Coaching in Unternehmen sind diese Freiheiten sogar unverzichtbar, sofern man wirklich von “Coaching” sprechen möchte. Gerade hier entstehen schlimme Fehler, die dieses an sich sehr sinnvolle Personalentwicklungsinstrument oft unterbinden oder in der Wirkung sehr stark einschränken.

[Read more...]

Zitat: Was zählt?

Not everything that can be counted counts, and not everything that counts can be counted.

Albert Einstein

 

14 Punkte des Managementprogramms

In der W. Edwards Deming Minireihe nun die 14 Punkte, die zeigen wie es besser geht.

  1. Schaffe ein unverrückbares Unternehmensziel in Richtung auf eine ständige Verbesserung von Produkt und Dienstleistung.
  2. Wende die neue Philosophie an, um wirtschaftliche Stabilität sicherzustellen.
  3. Beende die Notwendigkeit und Abhängigkeit von Vollkontrollen, um Qualität zu erreichen.
  4. Beende die Praxis, Geschäfte auf Basis des niedrigsten Preises zu machen.
  5. Suche ständig nach Ursachen von Problemen, um alle Systeme in Produktion und Dienstleistung sowie alle anderen Aktivitäten im Unternehmen beständig und immer wieder zu verbessern (Ständige Verbesserung)
  6. Schaffe moderne Methoden des Trainings und des Wiederholtrainings direkt am Arbeitsplatz und für die Arbeitsaufgabe.
  7. Setze moderne Führungsmethoden ein, die sich darauf konzentrieren, den Menschen (und Maschinen) zu helfen, ihre Arbeit besser auszuführen.
  8. Beseitige die Atmosphäre der Angst.
  9. Beseitige die Abgrenzung der einzelnen Abteilungen voneinander.
  10. Beseitige den Gebrauch von Aufrufen, Plakaten und Ermahnungen.
  11. Beseitige Leistungsvorgaben, die zahlenmäßige Quoten (Standards) und Ziele für den Werker festlegen.
  12. Beseitige alle Hindernisse, die den Werkern und den Vorgesetzten das Recht nehmen, auf ihre Arbeit stolz zu sein.
  13. Schaffe ein durchgreifendes Ausbildungsprogramm und ermuntere zur Selbstverbesserung für jeden einzelnen.
  14. Definiere deutlich die dauerhafte Verpflichtung des Top-Managements zur ständigen Verbesserung von Qualität und Produktivität.

 

Zitat: Erfolg

You never achieve real success unless you like what you are doing.
Dale Carnegie